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Maries Bericht über ihren Sauzay-Austausch

samedi 22 septembre 2007

Ich heiße Marie R. und ich bin 16 Jahre alt. Ich besuche das Richelieu-Gymnasium in Rueil Malmaison. Vom 12. Mai bis zum 7. Juli habe ich an einem Brigitte Sauzay-Programm teilgenommen. Ich habe zwei Monate in Varel (Friesland-Niedersachsen) bei der Familie W. verbracht.

 Vorbereitung auf den Austausch

Warum einen Austausch ? (Motivation…)
Ich lerne seit fünf Jahren Deutsch und liebe diese Sprache ! Darum besuche ich die AbiBac-Klasse und wollte unbedingt an einem Schüleraustausch teilnehmen.
Außerdem hatte ich schon seit einem Jahr eine Austauschschülerin. Ich war schon zweimal bei ihr gewesen und wir hatten uns immer sehr gut verstanden !

Ziele, Erwartungen…
Mit dem Brigitte Sausay-Austauschprogramm war mein Ziel vor allem mein Deutsch zu verbessern und viele neue Vokabeln zu lernen, um später zweisprachig zu werden !
Ich wollte auch viel Zeit mit meiner Gastfamilie verbringen, mit der ich vorher immer Spaß gehabt hatte. Dass ich mich bei Familie W. wie zu Hause fühle, war für mich auch sehr wichtig.
Ich wollte auch viele neue Leute kennen lernen (z. B. in der Schule), wie eine richtige deutsche Schülerin leben und mich in meiner deutschen Klasse wirklich integriert fühlen.

Anreise
Am Samstag, dem 12. Mai 2007 bin ich also von Roissy-Charles de Gaulle nach Bremen geflogen. Ich bin allerdings mit einer anderen französischen Austauschschülerin aus meiner Klasse gefahren : Johanna M.

 Das Leben in der Gastfamilie

der Ort
Ich war in Norddeutschland, in Varel (in der Nähre von Bremen, Wilhelmshaven und Oldenburg), im Land Friesland Niedersachsen.

die Gastfamilie
Ich war bei Familie W.. Der Vater Ralf, kommt aus Oberhausen und die Mutter Sabine ist griechisch. Sie haben drei Kinder : Mike 19 Jahre alt (hat gerade sein Abitur bestanden), Eileen (meine Austauschpartnerin, in der 10. Klasse) 16 Jahre alt und Kim 14 Jahre alt (in der 8. Klasse). Sie wohnen in einem schönen Haus mit Garten.

Der Alltag
Jeden Tag weckte mich Eileen um halb 7 für die Schule. Ihre kleine Schwester Kim und sie waren seit 6 Uhr aufgestanden und waren schon ganz fertig ! Dann ging ich ins Badezimmer, um mich fertig zu machen (duschen, anziehen…)
Um 7 Uhr waren wir in der Küche zum Frühstück (Eileens Eltern waren schon bei der Arbeit).
Um halb 8 fuhren wir mit Kim und Eileen mit dem Fahrrad eine Viertelstunde zur Schule. Eileen und ich hatten meistens Schule von der 1. Stunde (8 Uhr) bis zur 6. Stunde (13 Uhr). Im Allgemeinen waren wir um halb 2 zu Hause fürs Mittagessen mit Eileens Mutter.
Nachmittags machten wir Hausaufgaben und lernten für die Schule. Manchmal gingen wir auch zu Netto einkaufen. Sonst blieben wir zu Hause, und haben ferngesehen, Kuchen gebacken (Eileen und ich backen sehr gern !) oder uns sogar ausgeruht.
Drei mal pro Woche gab Eileen Nachhilfeunterricht in Englisch, Französisch und Deutsch oder Biologie. Wenn sie nicht zu Hause war, blieb ich immer mit ihrer Schwester Kim. Außer einmal bin ich mit Eileen gegangen, um ihr in Französisch zu helfen ! Eileen und Kim spielen Klarinette und Flöte in einem Schulorchester „Big Band“. Jeden Mittwoch ab 18 Uhr bin ich mit ihnen zur Schule gefahren. Abends aßen wir alle zusammen mit der ganzen Familie (Abendbrot, Joghurt mit Müsli oder Gegrilltes). Das Essen schmeckte immer sehr gut. Die Mutter kochte ziemlich oft griechische Spezialitäten oder auch Currywurst mit Pommes. Aber auf jeden Fall war das immer lecker ! Dann guckten wir alle ein bisschen fern (Filme oder Sendungen) und besonders am Dienstag „Desperate Housewives“ (die Lieblingsserie von Sabine !) und am Mittwoch Popstar auf Pro7. Es war für sie so eine Art Tradition !
Die ganze Familie musste auch im Haushalt mithelfen : das Badezimmer putzen, die Wäsche auf- und abhängen, staubsaugen, den Tisch decken und abdecken… Und natürlich habe auch ich ihnen geholfen !

 Besondere Erlebnisse

Mein Geburtstag
Am Anfang meines Aufenthaltes in Deutschland war mein Geburtstag (am 15. Mai). Meine Gastfamilie hatte mir eine Überraschung vorbereitet : einen leckeren Geburtstagskuchen (Tradition in Familie W.), eine Geburtstagskarte, Blumen, ein Parfüm, und … einen Vier-Tages–Pass BERLIN mit ihnen !! Ich habe mich so sehr über alles gefreut. Zwar war ich nicht zu Hause in Frankreich, aber es war trotzdem ein wunderschöner Geburtstag für mich ! Dann haben mir alle Mitschüler in der Schule gratuliert und ich habe noch schöne Geburtstagskarten und Blumen von ihnen bekommen ! Auf jeden Fall war dieser Tag wunderbar und ich werde mich immer daran erinnern !

„Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin … !“
Am 16. Mai sind wir (mit den Eltern, Eileen und Kim) also nach Berlin gefahren. Meine Gastfamilie und ich waren noch nie in Berlin gewesen und waren natürlich sehr gespannt. Die Fahrt hat sechs Stunden gedauert, aber wir haben viel Spaß im Auto gehabt : mit den Mädeln haben wir deutsche Lieder gesungen (ich kann jetzt alle diese Lieder auswendig singen !) ; gespielt und auch viel gelacht !
Wir haben in einer schönen Ferienwohnung geschlafen. Ich war mit Eileen und Kim im gleichen Zimmer und es war immer sehr lustig mit ihnen !
Wir haben die öffentlichen Verkehrsmittel benutzt (Bus, Strassenbahn, S-Bahn ; U-Bahn…), um die Stadt zu besichtigen : den Fernsehturm, das Brandenburger Tor, den Reichstag und Bundestag, Teile der Berliner Mauer, Checkpoint Charlie, den Alexander Platz, Kreuzberg und den türkischen Markt… Mit seiner Kultur und seiner Geschichte ist Berlin eine sehr interessante Stadt. Außerdem war das Wetter immer so schön und die Spaziergänge in Berlin also noch angenehmer. Berlin bleibt für mich ein tolles Erlebnis !

Die Beerdigung
Am letzten Tag in Berlin hat meine Gastfamilie leider erfahren, dass ihre Großmutter gestorben war. Sie war sehr krank und hatte schon viele Probleme mit ihrer Gesundheit gehabt… Als ich das zwei erste Mal bei Eileen war, hatte ich sie kennen gelernt. Wir hatten oft zusammen gesprochen und sie war sehr lieb zu mir. Wir sind also einen Tag früher nach Hause zurückgefahren, weil Sabine sich um die Beerdigung kümmern musste. Es war natürlich eine schwierige Zeit für meine Gastfamilie aber ich habe versucht, sie so gut ich konnte zu trösten. Die Beerdigung war sehr rührend und nachher ist die Freude im Hause allmählich wiedergekommen.

Der Abiball
Der große Bruder von Eileen, Mike, hat dieses Jahr sein Abitur bestanden. In Deutschland sind die Abiturienten sehr wichtig und man organisiert viele Veranstaltungen für sie : den Abistreich, die Abiverabschiedung und den Abiball. Das Thema der Abiturienten war dieses Jahr „arABIen 2007“. Und am 30. Juni sind wir also zum Abiball gegangen. Wir waren alle so schön ! Wir trugen schöne Kleider oder Kostüme und alle Leute waren sehr schick angezogen. Wir haben viel getanzt, gegessen und getrunken, neue Leute kennen gelernt… Ich habe einen schönen Abend verbracht.

 Das Leben in der Schule

Ich habe zwei Monate lang das Lothar-Meyer-Gymnasium in Varel besucht. Diese Schule besteht aus 1400 Schülern und 80 Lehrern. Ich war in der Klasse 10. b mit Eileen. http://www.lmg-varel.de

Die Lehrer und die Mitschüler
Die waren alle sehr nett mit Johanna und mir und haben sofort versucht, sich mit uns zu unterhalten. Wir haben uns mit allen Schülern gut verstanden. Die Freunde unserer Austauschpartnerinnen sind unsere Freunde geworden und es war sehr schwer, nach zwei Monaten sie zu verlassen. Sie hatten uns ein Abschiedsgeschenk gegeben : ein Heft, in dem jeder etwas für uns geschrieben oder gezeichnet hatte. Es war eine sehr schöne Erinnerung an sie und hat uns sehr gefreut. Jetzt versuchen wir immer im Kontakt mit ihnen zu bleiben.
Alle Lehrer haben versucht, uns in die Klasse zu integrieren. Wir haben die Hausaufgaben und die Klassenarbeiten mitgeschrieben, die Übungen im Unterricht korrigiert (z.B. in Mathematik). Im Erdkundeunterricht mussten wir jedes Mal etwas tun : einen Text vorlesen, etwas erklären, auf eine Frage antworten… Am Anfang war das schwer, weil wir ein bisschen schüchtern waren, aber die ganze Klasse war sehr begeistert und hat uns geholfen und Mut gegeben. Man kann sagen, dass wir es geschafft haben, richtige deutsche Schülerinnen zu werden !

Meine Bemerkungen
Die mündliche Teilnahme am Unterricht ist im Allgemeinen in Deutschland der Mittelpunkt des Unterrichtes, der nur 45 Minuten dauert. Die Schule ist nicht laizistisch, die Schüler haben nämlich zwei Mal pro Woche Religionsunterricht (evangelisch oder katholisch). Die Lehrer können bis zu drei Fächern unterrichten.

 Die Klassenfahrt

Am Montag, dem 25. Juni sind wir auf Klassenfahrt nach Spiekeroog, einer kleinen Insel in der Nordsee, gefahren. Wir sind mit dem Klassenlehrer und der Geschichtslehrerin gefahren und haben in einer Jugendherberge geschlafen. Die Fahrt hat ungefähr drei Stunden gedauert : wir haben den Bus und das Schiff genommen. Wir waren vier oder fünf Personen pro Zimmer und ich war mit Eileen und ihren Freundinnen Svenja, Christina und Maria zusammen. Das Essen wurde vorbereitet aber jedes Zimmer musste abwechselnd den Tisch decken und abdecken, spülen und nach dem Essen alles aufräumen. Jedes Zimmer hatte mindestens 2 Mal in der Woche Dienst. Die drei ersten Tage sind wir die meiste Zeit wegen des schlechten Wetters in der Jugendherberge geblieben. Wir blieben alle zusammen im Spielzimmer, um Karten zu spielen, Musik zu hören, uns zu unterhalten oder einfach faul zu sein ! Sonst durften wir auch im Dorf spazieren gehen, ein Eis essen oder shoppen.
Wir sind auch an den Strand gegangen und haben sogar ein Mal in der Nordsee gebadet !
Am Freitag war das Wetter endlich wieder schön. Am Vormittag haben wir eine kleine Wanderung an der Küste von Spiekeroog gemacht. Dann haben wir das Schiff genommen und haben den ganzen Nachmittag eine Wattwanderung mit einer Wanderungsführerin gemacht. Es war sehr lustig und wir haben sogar Seehunde gesehen !
Die Stimmung auf Klassenfahrt war immer toll ! Dank dieser Reise haben Johanna und ich noch viel mehr mit den anderen Mitschülern gesprochen. Wir haben viele Sachen mit den deutschen Schülern ausgetauscht : sie haben neue französische Wörter gelernt, neue französische Lieder, neue Spielen… Es war ein richtiger Austausch ! Wir sind den anderen noch näher gekommen und hatten immer viel Spaß mit allen. Wir fühlten uns wie richtige deutsche Schülerinnen ! Die Klassenfahrt bleibt für mich eine tolle Erinnerung meines Aufenthaltes.

Mein Fazit
Mein Aufenthalt in Deutschland hat mir viel gebracht. Meiner Meinung nach habe ich große Fortschritte im Mündlichen gemacht. Ich habe mein Deutsch verbessert und kann jetzt fast alles verstehen (im Fernsehen oder bei einem Gespräch…) !
Die Zeit mit meiner Gastfamilie war auch immer sehr schön und ich habe mich in der Familie richtig integriert gefühlt. Sie sind für mich wie meine zweite Familie geworden ! Ich hoffe immer mit ihnen in Kontakt zu bleiben.
Ich bin auch sportlich geworden !! Ich bin nämlich jeden Tag 30 Minuten Fahrrad gefahren !
Auf jeden Fall habe ich vieles in Deutschland erfahren (besonders über mich, über die anderen…). In zwei Monaten habe ich nämlich viel verschiedene Sachen erlebt (Berlin, die Beerdigung, die Klassenfahrt…). Diese zwei Monate bleiben für mich mit Glück und Spaß in guter Erinnerung.



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